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• Stellen Sie sich eine Welle vor, die sich kontinuierlich in einem festen Loch drehen muss. Wenn Schaft und Loch direkt aneinander reiben (Gleitreibung), ist das wie das kräftige Reiben eines Tisches mit einem Radiergummi – mühsam, hitzeanfällig und führt zu schnellem Verschleiß.
• Ein Miniaturkugellager ist ein „Rotationshelfer“, der zwischen Welle und Loch eingesetzt wird. Seine Kernaufgabe besteht darin, diese Gleitreibung in Rollreibung umzuwandeln. Rollreibung erfordert weitaus weniger Kraftaufwand als Gleitreibung!
• Innenring: Passt fest auf die Welle (oder Komponente), die Sie drehen möchten, und dreht sich mit der Welle.
• Außenring: Am Lagergehäuse (oder Maschinengehäuse) befestigt und bleibt stationär.
• Kugeln: Hierbei handelt es sich um sehr kleine Stahl- oder Keramikkugeln, die zwischen dem Innen- und Außenring angeordnet sind. Sie sind die wahren „Arbeitstiere“.
• Käfig: Wie ein kleiner Käfig trennt er die Kugeln gleichmäßig und verhindert so, dass sie zusammenstoßen und verklumpen.
• Schmiermittel: Normalerweise eine dünne Schicht Spezialfett oder -öl, die auf die Kugeln und Laufbahnen aufgetragen wird, um die Reibung weiter zu reduzieren, Geräusche zu reduzieren und Rost zu verhindern.
• Wenn sich die Welle mit dem Innenring dreht, treibt der Innenring die gegen ihn gedrückten Kugeln zum Rollen an.
•Die Kugeln rollen in speziellen Rillen (sogenannten Laufbahnen) am Innen- und Außenring. Diese Laufbahnen sollen die Kugeln sicher halten.
• Wenn die Kugeln rollen, bewegen sie auch den Außenring … nein, der Außenring ist fest! Die Kugeln rollen also tatsächlich auf den Laufbahnen des Innenrings und gleichzeitig auf den Laufbahnen des Außenrings.
• Da die Kugeln rollen und nicht direkt zwischen der Welle und der Bohrung gleiten und reiben, wird der Widerstand erheblich verringert. Es ist, als würde man eine schwere Kiste schieben; Ein paar runde Stöcke darunter zu platzieren (rollen) ist viel weniger anstrengend, als sie direkt über den Boden zu ziehen (gleiten)!
• Wenn sich die Welle dreht, kann sie Kräften aus verschiedenen Richtungen ausgesetzt sein, wie z. B. vertikalem Druck (z. B. dem Gewicht der Welle), horizontalem Schub (z. B. der durch den Zahneingriff erzeugten Kraft) und sogar geringfügigen Fehlausrichtungskräften.
• Die Kugeln sind zwischen den Innen- und Außenringen eingeklemmt. Diese Kräfte werden über die Laufbahnen auf die Kugeln und dann von den Kugeln auf den Außenring und das Lagergehäuse übertragen.
• Da die Kugeln hart sind und die Laufbahnen der Innen- und Außenringe ebenfalls hart und glatt sind, können sie diesen Kräften standhalten und sie verteilen, wodurch eine stabile Wellenrotation ohne Blockieren oder übermäßiges Wackeln gewährleistet wird. Dies ist die Belastbarkeit von Miniaturkugellagern.
• Extrem hohe Präzisionsanforderungen: Aufgrund ihrer geringen Größe werden selbst kleinste Ungenauigkeiten in den Abmessungen und der Form der Kugeln und Laufbahnen vergrößert, was zu ungleichmäßiger Rotation, hohem Geräuschpegel oder einer kurzen Lebensdauer führt. Daher sind die Anforderungen an die Fertigungs- und Montagegenauigkeit von Miniaturkugellagern äußerst hoch.
• Auf die Schmierung kommt es an: Der kleine Raum begrenzt die Schmierölmenge, daher muss das Schmierfett im Inneren besonders stabil und langlebig sein; Eine kleine Menge reicht für eine hervorragende Schmierung aus.
• Anfällig für Schmutz: Aufgrund des geringen Platzbedarfs können selbst kleinste Staubpartikel oder Verunreinigungen, die in die Laufbahn fallen, in den Kugeln stecken bleiben und zu Lagerschäden führen. Daher sind viele Miniaturkugellager mit integrierten Dichtungen oder Staubschutzhüllen ausgestattet.